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Unsere Projekte in Brasilien

Kinderprojekt: Madre Rosa

Im Jahr 1996 wurde von der brasilianischen Regierung ein Projekt zur Verhinderung von Kinderkriminalität und Drogenabhängigkeit ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt sollten die Kinder von den Straßen geholt werden. Durch eine qualifizierte Betreuung sollten sie Ziel und Richtung für ihr Leben erhalten. Unsere Schwestern beteiligten sich an dem Projekt und übernahmen die Betreuung von rund 300 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Sie bildeten vierzehn Gruppen, in denen die Kinder, die allesamt aus armen Familien stammten oder bei ihren alleinerziehenden Müttern lebten, sinnvoll ihre Freizeit verbrachten. Zwei Jahre lang finanzierte der Staat die Sachkosten und zahlte die Gehälter der Betreuerinnen. Dann wurde die Unterstützung eingestellt. Die Schwestern haben sich jedoch entschlossen, das Projekt weiterzuführen und sie übernahmen die volle Verantwortung für die Finanzierung sowohl der Sach- als auch der Personalkosten für die vierzehn Betreuerinnen, die weiterhin in dem Projekt arbeiten.

Nach Beendigung der staatlichen Unterstützung mussten die Schwestern auch eigene Räumlichkeiten für die Gruppen suchen. So kauften sie einfache kleine Häuser und bauten sie um. Einige Gruppen konnten Räume der Kirchengemeinden nutzen.

Die Kinder kommen von Montag bis Donnerstag in ihre Gruppen. Kinder die vormittags zur Schule gehen, kommen nachmittags drei Stunden zur Gruppe, wer nachmittags Schule hat, war schon am Morgen für drei Stunden bei ”Madre Rosa”. In dieser Zeit werden sie kindgerecht an religiöse, soziale und politische Themen herangeführt, sie lernen nützliche Dinge zur Bewältigung des Alltags, die sie dann zu Hause ausprobieren können. Die Familien der Kinder werden auch in den Betreuungsplan des Projekts miteinbezogen. Freitags sind die Betreuerinnen der Kinder unterwegs zu den Familien. Diese erhalten, wenn sie es wünschen, Unterstützung in der allgemeinen, sozialen und religiösen Erziehung der Kinder. In regelmäßigen Zeitabständen finden Elternversammlungen statt, in denen auch immer wieder die tatkräftige Mitarbeit der Familien besprochen wird. So ist es zum Beispiel in einigen Gruppen fester Brauch, dass die Mütter sich abwechseln beim Zubereiten der Zwischenmahlzeit, die die Kinder jeden Tag bekommen. Zu besonderen Anlässen und Festen werden die Eltern und Geschwister eingeladen. So wächst ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Das Projekt braucht immer wieder Unterstützung durch finanzielle Mittel und Gebet. Wenn Sie den Kindern und ihren Familien helfen möchten oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich an folgende Adresse:

Waldbeitbacher Franziskanerinnen
Missionsprokur
Margaretha-Flesch-Str. 10
56588 Waldbreitbach

Tel.: 02638 81-2014

 

 

Sitio Reviver

Auf dem Landgut Neu Leben - das ist die deutsche Übersetzung von Sitio Reviver - begleiten unsere Schwestern junge, suchtabhängige Frauen auf dem Weg zurück in ein neues freies Leben. Gemeinschaft, Arbeit und Gebet sind die drei wichtigsten Dinge, die den oft noch sehr jungen Frauen Hilfe und Stütze sind, um ihr Leben neu zu gestalten. Das ist eine schwere Aufgabe, an der die Frauen aktiv mitarbeiten müssen. Sie und ihre Familien müssen einsehen, dass sie Hilfe brauchen. Sonst kann die Therapie nicht erfolgreich verlaufen.

Sitio Reviver liegt im Nordosten Brasiliens. Das Haus ist einfach, aber geräumig gebaut. Ein Seitenflügel ist für die Frauen, der andere für die Schwestern eingerichtet. In der Mitte sind die Kapelle, zwei große Gemeinschaftsräume und auf der Vorderseite die Küche mit Vorratsraum.

Der Tagesablauf ist klar strukturiert. Es gehören Gebetszeiten ebenso dazu wie Arbeit in Haus und Garten, Einzel- und Gruppentherapiestunden mit einer Psychologin, Bibelgespräche, Handarbeiten, Textbespechungen und Ruhezeiten. Der geregelte Tagesablauf soll den Frauen Sicherheit und Stabilität vermitteln. Die Schwestern wollen ihnen helfen, ihr Selbstwertgefühl wiederzuerlangen, ihr Durchhaltevermögen zu stärken und ein eigenverantwortliches, selbstständiges Leben zu führen. Nach der einjährigen Therapie kehren die Frauen zurück in ihre Familien und ihr altes Umfeld, das sich nicht geändert hat. Sie sind darauf vorbereitet und hoch motiviert ein neues Leben zu beginnen, frei von Abhängigkeiten jeder Art.

Das Projekt braucht Unterstützung durch finanzielle Mittel und Gebet. Die Schwestern wollen einen kleinen separaten Neubau errichten, um Platz zu schaffen für dringend benötigte Wohn- und Therapieräume.

Wer weitere Informationen wünscht oder helfen möchte, kann sich an folgende Adresse wenden:

Waldbeitbacher Franziskanerinnen
Missionsprokur
Margaretha-Flesch-Str. 10
56588 Waldbreitbach

Tel.: 02638 81-2014

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