Mission in Brasilien

Seit 1958 sind wir als Gemeinschaft im Nordosten Brasiliens. Unsere Mitschwestern dort leisten Solidarität  mit den Armen - ganz im Sinne unserer Stifterin.

Am Anfang standen Schulen, Internat und Katechese, später vor allem Gesundheitsfürsorge, Sozialarbeit und pastorale Aufgaben im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Kinderprojekt Madre Rosa

Im Jahr 1996 wurde von der brasilianischen Regierung ein Projekt zur Verhinderung von Kinderkriminalität und Drogenabhängigkeit ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt sollten die Kinder von den Straßen geholt werden. Durch eine qualifizierte Betreuung sollten sie Ziel und Richtung für ihr Leben erhalten. Unsere Schwestern beteiligten sich an dem Projekt und übernahmen die Betreuung von rund 300 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Sie bildeten vierzehn Gruppen, in denen die Kinder, die allesamt aus armen Familien stammten oder bei ihren alleinerziehenden Müttern lebten, sinnvoll ihre Freizeit verbrachten. Zwei Jahre lang finanzierte der Staat die Sachkosten und zahlte die Gehälter der Betreuerinnen. Dann wurde die Unterstützung eingestellt. Die Schwestern haben sich jedoch entschlossen, das Projekt weiterzuführen und sie übernahmen die volle Verantwortung für die Finanzierung sowohl der Sach- als auch der Personalkosten für die vierzehn Betreuerinnen, die weiterhin in dem Projekt arbeiten.

Nach Beendigung der staatlichen Unterstützung mussten die Schwestern auch eigene Räumlichkeiten für die Gruppen suchen. So kauften sie einfache kleine Häuser und bauten sie um. Einige Gruppen konnten Räume der Kirchengemeinden nutzen.

Die Kinder kommen von Montag bis Donnerstag in ihre Gruppen. Kinder, die vormittags zur Schule gehen, kommen nachmittags drei Stunden zur Gruppe, wer nachmittags Schule hat, war schon am Morgen für drei Stunden bei ”Madre Rosa”. In dieser Zeit werden sie kindgerecht an religiöse, soziale und politische Themen herangeführt, sie lernen nützliche Dinge zur Bewältigung des Alltags, die sie dann zu Hause ausprobieren können. Die Familien der Kinder werden auch in den Betreuungsplan des Projekts miteinbezogen. Freitags sind die Betreuerinnen der Kinder unterwegs zu den Familien. Diese erhalten, wenn sie es wünschen, Unterstützung in der allgemeinen, sozialen und religiösen Erziehung der Kinder. In regelmäßigen Zeitabständen finden Elternversammlungen statt, in denen auch immer wieder die tatkräftige Mitarbeit der Familien besprochen wird. So ist es zum Beispiel in einigen Gruppen fester Brauch, dass die Mütter sich abwechseln beim Zubereiten der Zwischenmahlzeit, die die Kinder jeden Tag bekommen. Zu besonderen Anlässen und Festen werden die Eltern und Geschwister eingeladen. So wächst ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Das Projekt braucht immer wieder Unterstützung durch finanzielle Mittel und Gebet. Wenn Sie den Kindern und ihren Familien helfen möchten oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich an folgende Adresse:

Waldbeitbacher Franziskanerinnen
Schwester M. Gertrud Leimbach
Missionsprokur
Margaretha-Flesch-Str. 10
56588 Waldbreitbach

Tel.: 02638 81-2014
E-Mail: sr.gertrud<at>wf-ev.de

 

 

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